Haus Al Carmelo

Haus "al Carmelo" in Locarno Monti

Ich wurde mit einem für das Hügelgebiet von Locarno wichtigen Thema über ein Grundstück konfrontiert, das ziemlich viele Jahre lang verlassen war, sowie mit der plötzlichen Unbewohnbarkeit der Gebäude, die sich dort befinden. Ein bedeutender Grund war mit der Anstrengung und dem Willen verbunden, das Eigentum in seinen Wohneigenschaften als Einfamilienhaus zu erhalten und somit den Verkauf an zahlreiche Kaufinteressenten in Bezug auf eine Nutzung im Zusammenhang mit dem Bau von Gebäuden mit mehreren Wohnungen zu verhindern. Eine Nutzung, die meiner Ansicht nach leider bereits einen Großteil des Hügelgebiets von Locarno verunstaltet und benachteiligt hat. Diese Absicht hat gewissermaßen die Nutzung des Eigentums geopfert, das jedoch letztendlich einen besonders sensiblen Käufer gefunden hat, der in der Lage ist, die architektonischen Eigenschaften und die beneidenswerte Lage zu schätzen, um daraus ein Wohnhaus zu machen.

Das Projekt sah vor, die Volumetrie des bestehenden Gebäudes zu erhalten und die Öffnungen auf den Hauptfassaden im Süden und Westen unverändert zu belassen. In der Praxis: Neubewertung und Wiederaufbau unter Beibehaltung der bestehenden Volumetrie durch Umbaumaßnahmen. Diesen Wunsch nannte der Käufer als Bedingung für den Kauf und an diesen Wunsch wollte ich mich halten und mich besonders von ihm leiten lassen. Auch für das Bauernhaus auf dem oberen Teil des Eigentums sah das Projekt die Sanierung der kleinen Wohneinheit vor, die sich auf zwei Etagen verteilt, indem die Volumetrie und starke äußere Mauer beibehalten werden. Dieses Gebäude stellt eine Gästewohnung dar. Der Eingriff sollte die Probleme der Sanierung eines Gebäudes von städtischem Wert, das sich im Zustand eines fortgeschrittenen Verfalls in statischer und funktionaler Hinsicht befindet, einfach und rigoros lösen. Insbesondere lag das Hauptaugenmerk darauf, die innere neu gebaute Struktur im Vergleich zur äußeren historischen Hülle unabhängig zu machen und erkennbar werden zu lassen.

Das Projekt umfasst neben dem vollständigen Umbau der bestehenden Gebäude den Bau einer halb unterirdischen Autogarage im südlichen Teil der Parzelle, die mit dem darüber liegenden Garten und einem Schwimmbecken in elliptischer Form zusammen mit dem Umbau des Bauernhauses das gesamte Projekt ergänzt und aufgewertet haben. Mit diesen Eingriffen erhoffte man sich die Umsetzung einer einfachen zweiten Wohnung sowie architektonische Wertschätzung. Das Projekt umfasste und erreichte die Erhöhung und Verlängerung der Stützmauer entlang der Grenze mit der Via ai Monti, um einen absolut notwendigen Schallschutz in Bezug auf die Wohnung und den Garten zu gewährleisten. Dies alles wurde wie das bestehende Element mit Gesteinsmasse vorgenommen. Ein Schallschutz mit den neuen Technologien hätte sich negativ auf den ästhetischen Aspekt ausgewirkt, wie es leicht anhand von verschiedenen Eingriffen zu erkennen und zu prüfen ist, die bereits in der Region durchgeführt wurden.

Sowohl für die Erhöhung der Straßenmauer unter Beibehaltung der Neigung als auch für die neuen Wände der Autogarage über der Erde wurde die fachgerechte Ausführung vorgesehen, indem die Teile, die notwendigerweise aus statischen Gründen aus bewehrtem Beton gebaut wurden, mit Steinmauern verkleidet wurden.
Dieselbe Einstellung galt für die entlang des Tazzino-Wegs bestehende Mauer, die mit Sichtsteinen hergestellt wurde.

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Die Gebäude wurden vollständig renoviert und umgebaut, wobei die äußerst starken Außenwände beibehalten wurden. Das Dach des Hauptgebäudes wurde mit einer tragenden Struktur aus Sicht-Stahlprofilen vom Dachgeschoss mit dem darüber liegenden Walmdach aus Beole-Steinplatten aus Valle Maggia ausgeführt.

Die Metallstruktur und die zugehörige Deckung wurden von den bestehenden tragenden Außenmauern abgenommen und bilden einen Hohlraum bestehend aus kleinen Stahlstützen, die mit den Glasteilen durchsetzt sind. Dasselbe gilt für den Umbau des Bauernhauses, das als zweite Wohnung auf zwei Ebenen vorgesehen ist.

Die bestehenden Deckungen der zwei Gebäudekörper, die je aus zwei Walmflächen bestehen, wurde mit vier Walmflächen ausgeführt, sodass das Ansehen erhöht wird, indem man sich getreu an die beste traditionelle Architektur der Region hält. Die technischen Anlagen sind modern, wurden von Experten untersucht und eine Wasser-Luft-Wärmepumpe ist installiert. Das Projekt hat nach meiner Interpretation die vorgegebenen baulichen Parameter und die geltenden Bauvorschriften eingehalten. Der Stein war der rote Faden dieses Projekts und besondere Aufmerksamkeit galt auch den Arbeiten im Garten und der gesamten übrigen Bodenfläche mit den Stützmauern und den schmalen Granitwegen, wobei ein großer Teil der derzeit auf dem Gelände bestehenden wertvollen Pflanzen erhalten wurde. Eine kräftige und bequeme Außentreppe, die vollständig aus glattem Stein besteht, verbindet alle Wohnebenen vom Haupteingang aus.
Ich bin davon überzeugt, dass dieser Eingriff eine Aufwertung des Hügelgebiets dieser Stadt darstellt, mit der ich mich besonders verbunden fühle.

Beilagen
- Facciata Sud-Ovest

Approfondimenti
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Giovan Luigi Dazio
Architetto

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