Neues Haus in Mogno

Mogno: eine klare idee der veränderung

Ein Hof von nur 110 m2 auf der Hauptseite des Dörfchens Mogno 1’200 m.ü.M. im Vallemaggia-Hochtal gelegen und eine alte Photographie, die ich mit besonderer Zuneigung hüte, sind meine Erinnerungen an meinen Onkel Alfredo, den letzten Einwohner dieses kleinen Weilers. Als Zeugnis bleibt auf diesem kleinen Fleckchen Erde ein imposanter Heuschober aus Lärchenrundstämmen, der auf einem über große Teile in die Erde eingelassenen Steinsockel aufgebaut ist. Die Lage am Ende des Dorfes – ein Bach daneben, der lange, offene Horizont mit Blick auf die Berge – und der Wunsch, diesen verlassenen Winkel zu bereichern, haben mir die innovativen Anstöße zum Bauen mit Stein im Einklang mit unserer Tradition gegeben.

Die Maßnahme zeichnet sich durch einen abstrakten, minimalistischen Stil aus, der die externe Vision des Zeitgenössischen begünstigt. Im Mittelpunkt des Bestrebens: die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur. Auf Grund früherer Erfahrungen habe ich die günstige Gelegenheit erkannt, dass abermals der Stein mit seiner Vertikalität der Leitfaden sein soll, eine klare Idee der Veränderung mit exakt definierten Linien. Ein vollkommen quadratischer Grundriss 6×6 m mit schlanken und schlichten Fassaden, die Öffnungen Schießscharten ähnlich und mit zugeschnittenen Winkeln in den Fassaden um das Licht über den gesamten Tagesverlauf einzufangen. Das Dach aus Granit entspricht der Typologie der angrenzenden Häuser. Der Aufenthaltsraum und alle anderen Zimmer haben die gleiche privilegierte Position mit einem Raum, der auf Hof und Garten blickt, in dem man besonders gut innehalten kann, da er von der frontalen Sicht auf die Hochebene und die imposanten Bergen dominiert ist. Im Innern ist die Wohnstätte, in der man noch die Eigenschaften traditioneller Behausungen verspürt und in der der Stein auch im Innern des Hauses sichtbar ist, auf drei Ebenen mit einer eleganten Mansarde aufgeteilt. Überschneidungen von Licht veredeln das Ambiente und lassen es größer erscheinen. Für zusätzliche Elemente, wie die Niveauunterschiede überbrückende Treppen, wurden Eisenplatten verwendet. Eine Wohnstätte, die die Verbindung von häuslichem Schutz und alpiner Lebensbedingungen – von Mensch und Natur – unterstreicht.

Approfondimenti

Giovan Luigi Dazio
Architetto

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